Meerforellenabenteuer

Auf nach Fünen zum Meerforellen Angeln,

so hieß es am 17.04.2010 für unsere ganze Familie.

Mit Kind und Kegel ging es dann Richtung Norden zur Insel Fünen zum Tørresø Strand.


Tørresø liegt direkt an der Kattegatküste Nordfünens, umgeben von Naturgebieten.
An der langen, geraden Küstenstrecke gibt es viele gute Buhnen. Ein idealer Ort für alle, die gern die Natur genießen, wandern, Fahrrad fahren oder angeln.

Nach Westen hin liegt 'Flyvesandet' der einzige Strand Fünens mit Dünen.
Wir haben hier Bärlauchfelder gesehen, wie ich sie in dieser Menge noch nicht gesehen hatte.

Nach Osten hin liegt das unter Naturschutz stehende Naturgebiet 'Enebærodde' sowie der Odense Fjord, der für Zugvögel ein wichtiger Rastplatz ist.

Nach Odense sind es 20 km und nach Otterup 7 km.

Natur,

Die Natur auf Nordfünen ist von Wald, von flachen, grünen und üppigen Landschaften sowie von einer langen, geraden Küstenlinie geprägt. Etwas südöstlich von Tørresø liegt Hasmarkmosen, ein großes Moorgebiet mit einem phantastischen Pflanzen-, Vogel- und Tierleben.

Östlich von Tørresø,

liegt die Landzunge Enebærodde wie schon erwähnt. Die 5,5 km lange Landzunge ist das größte Heidegebiet Fünens mit einem reichen Vogelleben sowie vielen seltenen Pflanzen und Bäumen. Hier gibt es wunderschöne Angelplätze, die jedem Fliegenfischer das Herz höher schlagen lassen. Ein Fahrrad sollte man dabei haben, um vom Parkplatz zur Landzunge zu kommen.

Bei 'Gabet',

steht der 14 m hohe Leuchtturm aus dem Jahre 1869. Sie können das Gebiet nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen. An dem unter Naturschutz stehendem Gebiet Flyvesandet finden Sie einen der besten Badestrände Fünens. An dem Langesø und dem Storskoven bei Flyvesandet geht der Wald ganz bis zum Strand hinunter. Die Wälder bei Langesø und Morud verfügen über ein reiches und variiertes Vogelleben.

Meerforellen

Es fing eigentlich gut an, direkt vor unserem Haus schnell die Rute fertig gemacht und schon war die Fliege im Wasser.

Und schon direkt der erste Biss, leider konnten wir ihn nicht landen, aber für den Anfang nicht schlecht dachten wir.

Die Euphorie legte sich aber in den nächsten Tagen, das Wetter war das Problem, es war für unsere Meerforellen noch zu kalt.

Ich hatte in der Zeit mit einigen Fliegenfischern, ob Einheimische oder Urlauber gesprochen, alle klagten über den schlechten Monat April, und dass keine Fänge zu verzeichnen waren.

Die Temperaturen,

waren teilweise bis auf 1,5 Grad gesunken, das Wetter war sehr wechselhaft, Schnee und Hagel gab es auch in der Zeit. Im Durchschnitt lag die Temperatur bei 6-8 Grad die Wassertemperatur entsprechend darunter.

Es gab natürlich immer wieder Kontakt mit unseren Meerforellen, mehrere untermaßige Meerforellen gingen auf die Fliege und zwei von 44 cm und 43 cm konnten gelandet werden.

Erwähnenswert war auch ein Hering der unserer Fliege zum Opfer fiel, ein wirklich stattlicher Kerl.

Matthias mit einer 44 Meerforelle

Besonders schön waren die Begegnungen,

mit den Schweinswalen, die uns ständig bei unseren Touren Küste rauf und runter begleitet haben. Es gab eine Situation, bei dem uns ein Schweinswal im Wasser zum Greifen nah kam, ich schätze, er war ca. 2 Meter von meinem Sohn entfernt und jagte in einer Buhne.

Auch Robben sind uns im Odense Fjord begegnet,
hier standen wir uns auch Auge in Auge gegenüber.

Zur Zeit nistet auf einer kleinen Insel im Odense Fjord ein Seeadlerpärchen.

Diese Eindrücke in freier Natur lassen einen auch die schlechten Fangergebnisse schnell vergessen.

Christian unser Spinnfischer landete eine 43-iger

Meine schönste Meerforelle,

Die letzten Tage unseres Urlaubs rückten an, das Wetter wurde besser, dass Barometer stieg, damit auch die Temperaturen, 16,5 Grad blauer Himmel, Sonnencreme wurde ausgepackt, die Meerforellen konnten kommen.

Und so war es dann auch, am vorletzten Tag konnte ich eine besonders schöne Meerforelle von meiner Fliege begeistern, sie wurde von meinem Sohn Sebastian gebunden, was ihn für eine Entschädigung der schlechten Ergebnisse war und eine Bestätigung seiner erfolgreichen Fliegenbindung.

Aber nun zum Fisch,

78 cm Meerforelle ist schon eine Herausforderung bei einem fünfundzwanziger Vorfach sie sicher zu landen.

Ich hatte mich an diesem Tag meiner Windjacke entledigt da die Sonne so wunderbar schien, schnell merkte ich, dass ich mit meiner Fliege weiter kam, die wendigere Kleidung machten den Doppelzug deutlich schneller und somit bekam ich mehr Weite.

Nahe am Krautgürtel zur offenen Seite zum Meer ein weiter Wurf,
zweimal gestrippt dann biss sie an.

Wir kennen das alle,

wo hängt der denn jetzt, aber dann ging die Rute stark nach unten und meine Schnur sauste mir durch die Hände, da war sie auf die ich tagelang gewartet hatte, und warum meine Schultern die letzten Tage nur noch schmerzten.

Alles vergessen, Adrenalin steigt stark an, jetzt nur immer auf Spannung halten, einige Male kurz vor dem Netz, dann wieder ein Ausbruch und Schnur lassen.

Geschafft sie ist im Netz, hier gibt es kein Entkommen mehr.

Wir kommen wieder !!!