Programm der SDRA (Software Defined Radio Academy) 2018 auf der HAM RADIO in Friedrichshafen

SDRA Programm am 02.06.2018

 

10:00 – 10:30 Willkommen & Einführung

Prof. Dr. Michael Hartje DK5HH, Markus Heller, M.A. DL8RDS


10:30 – 11:00 Senderarchitekturen für hocheffiziente Verstärkung mit PowerSDR-Software und Hermes-Firmware

Rüdiger Möller DJ1MR

Aktuell eingesetzte HF-Leistungsverstärker verbrauchen viel Energie, leiten Wärme ab und nehmen Platz ein. Große Kühlkörper erhöhen das Gewicht und die Kosten der PA. Ich möchte Ihnen ein Projekt vorstellen, an dem ich seit einiger Zeit zusammen mit Phil, VK6PH, und Warren, NR0V, arbeite, um diese Mängel zu beheben.


11:00 – 11:30 Ein Update der OpenHPSDR-Software für Linux

John Melton G0ORX/N6LYT

Die Radioberry (v2.0) Karte von Johan Mass, PA3GSB, die mit einer benutzerdefinierten Version von piHPSDR als eigenständiger Transceiver oder mit einem HERMES-Emulator verwendet werden kann, der auf dem Raspberry Pi läuft, um die Verwendung mit PowerSDR und anderer SDR-Software zu ermöglichen. Eine Einführung in die Entwicklung einer neuen Linux-Anwendung, die mehrere Empfänger unterstützt, sowohl Protokoll 1 als auch Protokoll 2 unterstützt und PulseAudio verwendet, das den Anschluss an Anwendungen wie WSJT-X ohne Kabel ermöglicht.


11:30 – 12:00 Status der DFC (Direkte Fourier-Konvertierung)

Phil Harman, VK6PH

Die meisten aktuellen Software Defined Radios (SDRs) verwenden eine Direct Down Conversion (DDC) Technik, um ein HF-Signal in ein Basisband umzuwandeln. Dieser besteht in der Regel aus einem komplexen Digitalmischer, gefolgt von CIC-Filtern und einem FIR-Kompensationsfilter. Ein alternativer Ansatz ist die direkte Fourier-Konvertierung (DFC). Dies hat eine Reihe von Vorteilen, darunter eine einfachere und damit kostengünstigere Hardware sowie die Notwendigkeit, in einer Hardwarebeschreibungssprache zu programmieren. Die Präsentation gibt einen Überblick über den Stand der Hard- und Software des Minerva DFC-Projekts.


12:00 – 12:30 WDSP 2018 – Was gibt’s Neues? (Low-Latency-Filterung, PS2.0, neue Sende-Audio-Tools)

Dr. Warren C. Pratt, NR0V

Neue Magie in der Open-Source-WDSP-Bibliothek – scharfe FIR-Filter ohne Latenz, ein Rack mit Pro-Audio-Equipment, PureSignal 2.0 für “schwierige” Verstärker und Adaptive Resampling für Cross-Clock-Domänen ohne Unter- und Überläufe.


12:30 – 13:00 Lunch Break


13:00 – 13:30 Das OVI40 / UHSDR Projekt – Teil I – Entwicklung eines offenen eigenständigen SDRs

Andreas Richter DF8OE, Danilo Beuche DB4PLE, Michael Wild DL2FW, Frank Dziock DD4WH

OVI40 ist ein eigenständiges Open Source SDR TRX Projekt (VLF bis 2m), entwickelt mit dem Ziel, modular und zukunftssicher zu sein. Der Vortrag beschreibt die Hardware und die UHSDR-Software einschließlich einer Diskussion über die Entwicklung von der “Single-System”-Software für das bekannte mcHF (ursprünglich geschrieben von Chris M0NKA und Clint KA7OEI) zum Multi-SDR-Ansatz im UHSDR-Softwareprojekt.


13:30 – 14:00 Das OVI40 / UHSDR Projekt – Teil II – Das Beste aus Ihren Signalen herausholen – Digitale Signalverarbeitung in der UHSDR Firmware

Michael Wild DL2FW, Frank Dziock DD4WH, Andreas Richter DF8OE, Danilo Beuche DB4PLE

Wir geben einen Überblick über den digitalen Signalweg und einen detaillierten Einblick in einige der DSP-Komponenten der Open Source UHSDR-Software, die in C für kleine MCUs wie STM32F4 und STM32F7 geschrieben wurden. Die UHSDR hat ihren Ursprung in der mcHF-Software (ursprünglich von Chris M0NKA und Clint KA7OEI geschrieben) und wurde seitdem umfassend modifiziert und erweitert. Es unterstützt jetzt Sprachmodi (SSB, AM, FM, FreeDV), digitale Modi mit Kodierung und Dekodierung (CW, BPSK, RTTY) und Funktionen zur Signaloptimierung, z.B. Rauschunterdrückung und Rauschunterdrückung.


14:00 – 14:30 Ein neues Monitor-System für elektromagnetische Inferenz (EMI) der Umwelt mit Redpitaya

Prof. Dr. Michael Hartje DK5HH, Univ. Appl. Sc. Bremen

Das Kurzwellenspektrum umfasst 5,2 MHz Amateurfunkbänder. In besiedelten Gebieten verursacht das Niederspannungsnetz teilweise hohe Störungsamplituden. Dieser Vortrag stellt ein auf Red Pitaya basierendes Messsystem vor, das in der Lage ist, Störungen in den oben genannten Frequenzen zu erfassen, aufzuzeichnen und im Zeitbereich zu korrelieren. Außerdem wird das Mindestmaß an Störungen gemessen.


14:30 – 15:00 Transceiver Experimente und Messungen von 1 MHz bis 3,8 GHz mit LimeSDR

Prof. Dr. Michael Hartje DK5HH, Univ. Appl. Sc. Bremen

Dieser Vortrag befasst sich mit den Einsatzmöglichkeiten und Möglichkeiten der LimeSDR-Plattform. Der LimeSDR hat einen Frequenzbereich von 0,1 – 3,8 GHz. Dieser Vortrag erklärt Messungen und kleine Code-Beispiele.


15:00 – 15:30 Eine Steuerkonsole für PC-basiertes SDR

Laurence Baker G8NJJ, Kjell Karlsen LA2NI

Das Papier beschreibt eine Steuerkonsole für eine beliebte PC-basierte Software Defined Radio-Anwendung, “PowerSDR”. Software Defined Radio hat einen erheblichen Leistungsvorteil gegenüber der herkömmlichen Signalverarbeitung gezeigt, aber die Implementierung hat den Anwender oft zu einem Windows-GUI-Bildschirm anstatt zu herkömmlichen Steuerungen gezwungen. Die “Odin”-Konsole wurde entwickelt, um dem Benutzer das “Look and Feel” eines herkömmlichen Radios mit Drehreglern, beleuchteten Tasten und einem einfachen Touchscreen-Display zu geben. Die Konsole interagiert mit PowerSDR über CAT-Meldungen und ermöglicht dem Anwender den sofortigen Zugriff auf alle gängigen Bedienelemente. Es wurde entwickelt, um den Betrieb mit konventionellen High-End-Funkgeräten nachzuahmen – zum Beispiel kann der Abstimmknopf mit einem hochauflösenden optischen Sensor mit mehreren Umdrehungen pro Sekunde gedreht werden.


15:30 – 16:00 Erstellung einer Demo-SDR-Anwendung unter Verwendung eines leichten synchronen Datenfluss-Frameworks

Dr. János Selmeczi, HA5FT

Mit der neuen datenflussbasierten sdrflow-Sprache und dem Compiler konnten wir eine sdr-Anwendung aus einem Satz von in C geschriebenen Signalverarbeitungsalgorithmen genauso einfach erstellen wie Blockdiagramme. Tatsächlich ist die Sprache das Textbasisäquivalent zu den hierarchischen Blockdiagrammen. Die Sprache ist deklarativ und erlaubt es, nicht nur den Signalfluss, sondern auch den Steuerparameterfluss zu definieren. Der kompilierte Code ist durch ein leichtgewichtiges Laufzeitsystem ausführbar. Das Laufzeitsystem kann auf PCs unter Linux oder Windows, kleinen Embedded-Prozessoren (PIC32, ARM Cortex M4), auf ARM-basierten Linux-Systemen und hoffentlich auch auf GPUs implementiert werden.


16:00 – 16:30 Codieren wir einen einfachen Empfänger in C

András Retzler, HA7ILM, Univ. Budapest

Für den Einsatz von SDR in Amateurfunkanwendungen ist es einfacher, vorhandene Empfangssoftware zu verwenden oder GNU Radio-Flowgraphen mit vorgefertigten Blöcken zu erstellen. Im Gegenteil, im Do-it-yourself-Geist des Amateurfunks führt Sie dieser Vortrag durch die Schritte der Implementierung eines einfachen AM/FM/SSB-Empfängers von Grund auf, vom Verständnis der grundlegenden DSP-Konzepte bis hin zum eigentlichen Schreiben des Codes, um ein tieferes Verständnis dessen zu bekommen, was in der populären SDR-Software tatsächlich unter der Haube passiert. Der Vortrag baut auf der Lernerfahrung des Autors bei der Erstellung des Open Source CSDR Kommandozeilen-Tools auf, das für DSP im OpenWebRX Web-basierten SDR-Empfänger verwendet wird.


16:30 – 17:00 Phasenschätzung für Navigationszwecke in maritimen Umgebungen

Lars Grundhoefer, Stefan Gewies, DLR

Die maritime Welt sucht nach einem Backup-System für Global Navigation Satellite Systems (GNSS). In diesem Vortrag verwenden wir küstenbasierte differentielle GNSS-Funkfeuer, die im 300 kHz-Band arbeiten und Phasenschätzungsalgorithmen für Navigationszwecke verwenden.


17:00 – 17:30 Adaptives FBMC Real-Time Testbed basierend auf GNU Radio

Maxim Penner, DJ1MP, Univ. Hannover

Ein SDR-basiertes Testbed wird vorgestellt, gebaut mit GNURadio. Es zeigt eine Filter Bank Multicarrier (FBMC) Transceiverkette. FBMC ist eine Verallgemeinerung von OFDM, dem derzeit beliebtesten Modulationsschema in LTE und WLAN. Das Testbed überträgt Frames mit nicht-rechteckigen Impulsformen und synchronisiert im Frequenzbereich.


17:30 – 18:00 Sigma Shift Keying: Ein Paradigmenwechsel in der digitalen Modulationstechnik

Martin Kramer DH3FR, Univ. Siegen

Ein neues digitales Modulationsverfahren namens Sigma Shift Keying (SSK) wird eingeführt. Standardabweichungen des Nulldurchschnitts der Gaußschen Rauschsignale werden digital moduliert, statt der Shifttastung von sinusförmigen Trägersignalen. Dies schafft einen neuen Aspekt zukünftiger Kommunikationsmethoden und Erweiterungen bestehender Modulationstechniken.


SDRA-2018

Die SDRA findet im Raum BERLIN in der Konferenzzone EAST statt.

Location of the room "BERLIN"

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