Frage zu den Signalen an E1 und E2

Die Hardware des Red Pitaya
Antworten
Benutzeravatar
DD8JM
Site Admin
Offline
Beiträge: 360
Registriert: Mo Dez 01, 2014 1:41 pm

Frage zu den Signalen an E1 und E2

Beitrag von DD8JM » Fr Apr 02, 2021 1:30 pm


Hallo Red Pitaya Gemeinde,

ich brauche ein enable input (active LOW) Signal was nach dem Booten kommt.

Nach dem Boot geht ja die blaue LED an, bevor ich jetzt meinen RP ausbaue und alle Pins an E1 u. E2 messe,
stelle ich die Frage mal hier, ob jemand mir einen Pin benennen kann.

Vor dem Boot muss er high sein nach Boot low (blaue LED).

Vielleicht schaltet die blaue LED ja gegen Masse, würde aber lieber ein Signal an E1 oder E2 abgreifen.

Gruß Jörg, DD8JM

PS Ich will noch kurz den Grund nennen warum ich das Signal brauche.
Im Moment des Einschalten des Red Pitaya, also in der Bootphase sind die Ausgänge der BCD Ausgabe nicht stabil, das führt dazu,
dass meine Relais der Tiefpassfilter klappern.

Nachdem der Red Pitaya sein Programm geladen hat (blaue LED leuchtet), stellt sich am Tiefpassfilter ein definierter Zustand ein.
In meiner Schaltung habe ich einen Enable-Eingang für meinen 16bit Analogschalter über die ich meine Relais steuere, diesen habe ich jetzt statisch auf low Signal (Freigabe) geschaltet und würde ihn jetzt gerne in Abhängigkeit des Bootvorgangs schalten.

redpitaya-extension-connectors.jpg
sdr-transceiver-hpsdr-e1-pins.png
Die Bässe breit die Höhen schmal das ist der Funk aus Wuppertal.

Benutzeravatar
XQ6FOD
Offline
Beiträge: 18
Registriert: Sa Apr 08, 2017 7:51 pm

Re: Frage zu den Signalen an E1 und E2

Beitrag von XQ6FOD » Fr Apr 09, 2021 1:45 am


Vielleicht kannst du ausnutzen, daß die digitalen Ausgänge erst mal Eingänge sind, also hochohmig, am Ende vom Boot dann als Ausgänge konfiguriert werden. Zum Beispiel der TX/RX-Ausgang. Da kannst du dann eine recht einfache Schaltung bauen, die diesen Pin erst mal mit Widerständen auf, sagen wir, 1,6V hält, und dann, wenn er durchschaltet, noch zwei Sekunden wartet und dann alle Steuersignale freigibt.

Du bräuchtest nur dein Enable-Signal mittels einfacher one-shot-Schaltung aus dem anfangs hochohmigen RX/TX-Signal zu gewinnen.

Oder sogar ohne es auf 1,6V zu ziehen: Mittels pull-up auf logisch 1 ziehen, debei noch mit demselben Analogschalter von der restlichen Schaltung getrennt halten. Wenn der Boot vertig ist, sieht die RP den Pin runter, das triggert dann ein Latch, das dir dein Enable-signal liefert.

Benutzeravatar
DD8JM
Site Admin
Offline
Beiträge: 360
Registriert: Mo Dez 01, 2014 1:41 pm

Re: Frage zu den Signalen an E1 und E2

Beitrag von DD8JM » Fr Apr 09, 2021 10:28 am


Hallo Manfred,

danke für Deine Vorschläge, genau so habe ich es mir gedacht,
den selben Analogschalter von der restlichen Schaltung trennen
bis der Bootvorgang beendet ist.

Ich habe freundlicherweise von Wolfgang DL2JWL eine kleine Platine bekommen (BCD to Dezimal Decoder), die ich direkt auf den BCD-Anschluss auf die Platine von Heinz DC5WW stecken kann, vielleicht kann ich damit mein kleines Problem schon lösen. Ich werde darüber berichten, wenn ich eine Lösung gefunden habe.

Hier noch Informationen zur Platine von Wolfgang DL2JWL:


BCD-Decoder für die Adapterplatine Red Pitaya nach DC5WW

Die Platine ist als steckbare Karte für die Adapterplatine des Red Pitaya nach DC5WW vorgesehen.
Sie kann mit dem Steckverbinder K1 direkt auf die Platine gesteckt werden.
Dabei ist auf die richtige Polung zu achten (Pin 1).
Wenn der Decoder extern getestet werden soll, so sind die BCD-Eingänge mit 10 k nach UB = 3,3V
zu beschalten.
Die Ausgänge sind Low aktiv und können die einzelnen Bänder nach GND durchschalten.
Der BCD-Code ist 1-2-4-8 was bei der Programmierung zu beachten ist. Eine Codierung mit
0000 oder HHHH, alles größer 7 ist nicht vorgesehen, es wird dann immer eine 1 ausgegeben.
Als Decoder IC wird ein PIC16F628A verwendet.
Über die BCD-Eingänge wird dem PIC mitgeteilt welche Codierung anliegt. Durch die Software
im PIC wird der entsprechende Ausgang gesetzt. Über die Widerstände von 1 kOhm wird der
jeweilige Transistor angesteuert und schaltet somit nach GND durch.
Die Versorgungsspannung wird durch IC 2 von 5 Volt auf 3,3 V gewandelt.
IMG_20210409_100412.jpg
IMG_20210409_100359.jpg
RP-Dekoder_DC5MM.pdf
(121.24 KiB) 6-mal heruntergeladen
73 Jörg, DD8JM
Die Bässe breit die Höhen schmal das ist der Funk aus Wuppertal.

Antworten